Moneros Decoy Selection nutzt seit 2019 eine modifizierte Gamma-Verteilung mit diesen Parametern: shape = 19.28, rate = 1.61. Das Ergebnis:
| Alter des Outputs | Anteil der Decoys |
|---|---|
| Letzte 1,2 Tage | ~50% |
| Letzte 5 Tage | ~75% |
| Letzte 30 Tage | ~95% |
| Älter als 30 Tage | ~5% |
Dies spiegelt reales Verhalten wider: Die meisten XMR werden innerhalb weniger Tage nach Empfang ausgegeben. Wenn der echte Output jung ist, passen die Decoys dazu.
Problem mit Gleichverteilung: Bei zufälliger Gleichverteilung wären 90% der Decoys alt. Der echte Output (typischerweise jung) würde herausstechen. Ein Angreifer könnte sagen: „Der jüngste Output ist wahrscheinlich echt.“
Lösung: Die Gamma-Verteilung macht es statistisch plausibel, dass JEDER der 16 Outputs der echte ist — weil alle nach dem gleichen Alters-Muster ausgewählt werden.
| Angriff | Beschreibung | Effektivität |
|---|---|---|
| Timing-Analyse | Jüngster Output oft echt | ~40% Deanonymisierung |
| Flooding | Viele eigene TX erzeugen, um Decoys zu dominieren | Teuer, begrenzt wirksam |
| Poisoned Outputs | Churning-Outputs als Decoys markieren | Begrenzt (erfordert On-Chain-Analyse) |
Keine dieser Schwachstellen bricht Moneros Privacy vollständig. Aber sie zeigen, warum FCMP++ das nächste große Upgrade ist.
Mit FCMP++ (geplant für 2026/2027) wird die Decoy Selection komplett eliminiert. Statt 16 Outputs in einem Ring werden alle ~100 Millionen Outputs der gesamten Blockchain zum Anonymity Set. Kein Decoy-Algorithmus mehr nötig — der Beweis funktioniert gegen die gesamte Blockchain gleichzeitig.
Die Gamma-Verteilung ist ein eleganter Kompromiss: Gut genug für heute, wird durch FCMP++ bald überflüssig. Monero entwickelt sich ständig weiter.
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